Montag, 2. Januar 2012

Zurück ins Grüne, zurück zur Kindheit

Als ich mir vor Jahren meine erste Stadtführungsroute überlegte und aufs Westend kam, hatte das natürlich auch mit Nachfrage zu tun: die Gegend, entstanden als Villenkolonie in den 1860er Jahren, war gerade nicht im Angebot. Aber abgesehen davon zeigte sich: ich mache gern Themen mit persönlichem Bezug.

Ich lernte bei meinen Recherchen, dass August Endell der Architekt des Hauses in der Kastanienallee war, das mir schon als Kind so gut gefallen hatte (er entwarf außerdem den ersten der Hackeschen Höfe); dass viele Bäume, die den Alleen ihre Namen gaben, 130 Jahre alt waren. Als Kind war mir das egal, toll fand ich sie trotzdem.
Man bekommt schon früh ein Gespür für die Gegend, in der man aufwächst. Für 'schöne' Häuser, für gelungene Räume, für Orte, an denen man sich unwohl fühlt. Vorausgesetzt, die Eltern lassen einen herumlaufen ...

Das Schöne an meiner Westend-Tour ist auch, dass es anderen Leuten ebenso ergeht wie mir. Oft laufen Leute mit, die in der Gegend wohnen oder gewohnt haben. Sie erzählen dann Geschichten von früher, erinnern sich an ihren Schulweg oder fragen nach verschwundenen Tante-Emma-Läden.

Villenkolonie Westend | Stadtführung zu Fuß | Stadt- und Architekturgeschichte

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